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Pichlingerhof
Packerstraße 185
A-8561 Söding
Tel: 03137/2322

Das Klapotetz-Zimmer

 

Der Klapotetz - Das Steirische Windradl
   
Beschäftigt man sich mit dem Namen des "Klapotetz", der diesem sehr stimmig eingerichteten Zimmer seinen Stempel aufgedrückt hat, so kann man daran vorderhand die Herkunft und die Art seiner Bestimmung sehr gut ablesen.
Das slowenische Wort klapótec bedeutet "Klapper", wobei dies im besonderen durch die Wortmelodie KLA-PO-TETZ noch verstärkt wird.
Dadurch erklärt sich nun einerseits, dass diese Windmühle - was sie ursprünglich war - aus Slowenien in die Südsteiermark gekommen ist, und andererseits, dass sie die Aufgabe hatte, diebische Vögel aus den Weingärten und vorzugsweise von den reifenden Trauben fernzuhalten. Da sich die schlauen Tiere aber bald an den Lärm gewöhnt hatten und wussten, dass ihnen vom Klapotetz keine Gefahr drohen würde, verlor die "klappernde" Windmühle ihre ursprüngliche Funktion und ist heutzutage zu einem Kultobjekt einer ganzen Region geworden - nämlich des Süd- und Weststeirischen Weinbaugebietes, womit auch die Namensgebung eines Zimmers in diesem Gebiet zu rechtfertigen ist.
Ist das Prinzip des Klapotetz auch einfach, so ist die Auswahl der verschiedenen Holzarten, aus denen er hergestellt wird, eine wahre Wissenschaft. Sind die Flügel (meist acht) für den Antrieb aus Nadelholz (Fichte), so verwendet man für die Klöppeln und Klappern das harte Holz der Buche. Und kann der Block noch wahlweise aus Esche oder Kastanie sein, so kann beim eigentlichen lärmerzeugenden Schlagbrett die Wahl des Holzes nur auf Kirsche fallen, womit man offenbar die besten Erfahrungen gemacht hat, wenn es darum geht, schrille Geräusche zu erzeugen. Die Windfahne schließlich besteht aus Birkenzweigen.

Versteift man sich nicht unbedingt auf den weltgrößten Klapotetz, den man mit seinem Gesamtgewicht von sechs Tonnen und einer Gesamthöhe von 16 Metern in der Gemeinde St. Andrä Höch (Demmerkogel) besuchen kann, so gibt es in der Südsteiermark und sogar in unmittelbarer Umgebung genügend Exemplare zu bewundern.
Aber tun sie dies zwischen dem 25. Juli (Hl. Jakobi) und dem 11. November (Hl. Martini), denn nur dort ist der Klapotetz aufgestellt bzw. auch in Betrieb.
Und wenn Sie schon unterwegs sind hier am Beginn der westeirischen Weinstraße, so probieren sie doch einmal die Weinsorte, wofür diese Region berühmt ist - den "Schilcher". Die Traube, die zur Erzeugung dieses nur in dieser Region anzutreffenden Weines verwendet wird, gibt übrigens einem anderen Zimmer in diesem Haus den Namen - nämlich der "Wildbacher".
Informieren Sie sich über etwaige Ausflugsmöglichkeiten in der Region, vielleicht erfahren Sie sogar die eine oder andere Anektode über den Klapotetz in dieser Umgebung...?
Genießen Sie aber auf jeden Fall das Ambiente eines Steirischen Wahrzeichens innerhalb dieser vier Wände. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht soweit geht, dass Sie ihn klappern hören in der Nacht...

 
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