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Pichlingerhof
Packerstraße 185
A-8561 Söding
Tel: 03137/2322

Das Lipizzaner-Zimmer:

 

Der Lippizzaner - Vorzeigepferd par excellance

Denkt man an weiße Pferde, so denkt man unweigerlich an die edle Warmblutrasse der Lipizzaner - genug Anlass, die grazilen Tieren in der Nähe des Lipizzanergestüts Piber durch die Namensgebung eines Gästezimmers zu verewigen.
Der Name selbst stammt vom Stammgestüt Lipizza in Slowenien, wo sich Erzherzog Karl II. schon 1580 für die Zucht dieser Edelrasse stark machte, wobei sich der Ursprung dieser Pferde sogar bis um 800 zurückverfolgen lässt. Bereits zu Zeiten des Erzherzogs - nämlich in der Epoche des Barock, das für seine Überladenheit nicht zuletzt bei Bauwerken bekannt ist - spielten die Lipizzaner für den Habsburgerhof die Rolle eines Prunkpferdes. Die unbeschreibliche Anmut und vorzügliche Reitbarkeit dieser Tiere dürfte dem Stand des Adels wie kein anderes Tier entsprochen haben, und so ist es nicht verwunderlich, dass die königliche Bestimmung dieser Pferde bis heute erhalten blieb.
In der politisch zerrütteten Zeit des Ersten Weltkrieges überstellte man die Lipizzaner nach Laxenburg in Niederösterreich, von wo sie schließlich 1920 in das nur 20 km von hier entfernte Bundesgestüt Piber gelangten, das für die Anwärter in der Spanischen Hofreitschule bis heute die Heimat bedeutet.
   

    Was macht nun die Faszination dieser Tiere aus? In erster Linie ist es wohl die Metamorphose der anfangs schwarzen oder braunen Fohlen, die sich nach cirka zehn Jahren erst in großteils weiße Warmblütler (Rappen und Braune sind die Ausnahme) verfürben. Dafür werden sie bis zu 32 Jahre alt und erreichen dann ein Stockmaß von 155-158 cm bei einem Gewicht von 450-520 kg, wobei sie einen typischen ramsnasigen Kopf besitzen, der von afrikanischen Vorfahren herrührt und auf einem kräftigen, hoch angesetzten Kopf sitzt - der "treue Blick" dieser Tiere kommt wohl von den weit auseinanderliegenden Augen.
Schon nach sechs Monaten werden die Fohlen von der Mutter getrennt, wobei bereits nach einem Jahr, da sie dann die Geschlechtsreife erlangen, die Männchen von den Weibchen abgesondert werden. Im Sommer treibt man wiederum die Stuten getrennt von den Hengsten auf die 1500 m hoch gelegene Stub- beziehungsweise Brentlalm, wo die Lipizzaner Bedingungen vorfinden, die für ihre spätere Bestimmung als Dressurpferde optimal sind: rauhes Klima und steiniger, steiler Boden machen die Tiere widerstandsfähig, ausdauernd und genügsam.

Wenn die dreijährigen Hengste dann das Glück haben, den Ausmusterungskriterien der Spanischen Hofreitschule zu entsprechen, dann steht einer "Karriere" in Wien nichts mehr im Wege - zumindest bekommen sie dort in der Ausbildung den Feinschliff für diverse Vorführungen. Aber auch die übrigen Pferde finden Verwendung als Schul- oder Freizeitpferde und können sogar als Wagenpferde (bis zum Vierergespann) eingesetzt werden.
Wenn Sie schon das Glück haben, sich in der Nähe des Gestüts Piber zu befinden, wo Sie den Inbegriff der Pferde - nämlich die Lipizzaner - hautnah bewundern zu können, dann nutzen Sie auch diese Gelegenheit und gönnen sich in herrlicher Umgebung den Anblick galoppierender Pferde, die gleichermaßen anmutig wie kraftvoll sind. Und wenn Sie auch kein "Pferdenarr" sind - diese Tiere werden Sie mit Sicherheit faszinieren...
   

 
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